Dienstag, August 26, 2025

Neuseelands Holzindustrie steht vor einer potenziellen Krise: Auf Holzprodukte im Wert von über 370 Millionen NZ-Dollar, die in die USA geliefert werden, könnten Zölle erhoben werden. Auslöser dieser Bedrohung sind laufende Ermittlungen der US-amerikanischen Nationalen Sicherheit zu Holz, Schnittholz und deren Derivaten.
Die Untersuchung nach Abschnitt 232 könnte zu Zöllen auf Produkte führen, die zollfrei in die USA eingeführt werden. Dazu gehören erhebliche Mengen an Brettern, Formteilen und grundierten Produkten aus Monterey-Kiefer, die üblicherweise von US-Einzelhändlern wie Home Depot, Lowe's und Menards vorrätig gehalten werden.
Neuseelands Holzexporteure warten gespannt auf den Ausgang der Untersuchung. Präsident Trump kündigte die Untersuchung über Truth Social an, was die Besorgnis weiter verstärkte. Auch die neue Zolluntersuchung für Möbel steht im Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung und soll innerhalb von 50 Tagen abgeschlossen werden. Diese Entwicklungen sorgen jedoch für Unsicherheit auf dem Markt, insbesondere angesichts der möglichen Erhöhung der Zölle auf Holz.
Zwar bietet das Rahmenabkommen zwischen der EU und den USA einen kleinen Lichtblick: Es sieht eine Obergrenze von 15 Prozent für Zölle auf Holz nach Abschnitt 232 vor. Dennoch bleiben die Exporteure besorgt. Schon eine moderate Erhöhung der Zölle würde ihre Rentabilität erheblich beeinträchtigen. Mark Ross, Geschäftsführer der neuseeländischen Vereinigung der Holzverarbeiter und -hersteller (WPMA), betonte die möglichen langfristigen Auswirkungen dieser Zollerhöhungen.
„Eine Umfrage unter unseren wichtigsten US-Exporteuren von Holzprodukten in die USA hat ergeben, dass ein Zollsatz von über 5 Prozent oder mehr ihre Rentabilität langfristig erheblich beeinträchtigen wird“, sagte Ross.
Die Unsicherheit wird durch die nachlassende Binnennachfrage in den USA noch verstärkt. Da die USA für neuseeländisches Holz zu einem immer wichtigeren Markt werden, sind die Exporteure des Landes besorgt über mögliche Umsatzeinbußen im Falle der Einführung von Zöllen.
Die New Zealand Wood Processors and Manufacturers Association (WPMA) vertritt die Interessen der Holzindustrie. Ross lobte die Unterstützung durch Handelsminister Todd McClay, der sich bei den Verhandlungen in Washington lautstark für die neuseeländischen Holzverarbeiter stark gemacht hatte.
„Wir danken dem Minister und seinem Verhandlungsteam für die Unterstützung unserer Exporteure“, sagte Ross. „Dass sich unser Handelsminister für die neuseeländische Holzverarbeitungsindustrie einsetzt, wird von den WPMA-Mitgliedern sehr geschätzt.“
Trotz der laufenden Ermittlungen hoffen die Exporteure weiterhin auf ein positives Ergebnis der Bemühungen um zollfreie Importe. Ross betonte, dass ein geschlossenes Auftreten entscheidend sei, um die US-Entscheidungsträger zu überzeugen. „Entscheidend ist, Industrie und Regierung geschlossen zu vertreten und zu zeigen, dass unsere Produkte keine Bedrohung für die heimische Holzproduktion oder Lieferkette darstellen“, erklärte er.
Angesichts dieser Unsicherheiten üben US-Kunden bereits Druck auf die Exporteure aus, ihre Preise zu senken. Ross warnte, die Einführung neuer Zölle könne verheerende Folgen haben, zumal die Weitergabe dieser Kosten schwierig sei.
„Wir setzen uns nach Kräften dafür ein, dass neuseeländisches Holz und Holzprodukte zollfrei in die USA eingeführt werden“, fügte Ross hinzu. „Aber letztendlich wird der US-Präsident über die Höhe der Zölle entscheiden, und wir wissen aus Erfahrung, dass wir auf das Unerwartete gefasst sein müssen.“
Die Untersuchung hat den neuseeländischen Holzexportsektor nervös gemacht, und während die Exporteure ihre Argumente vorbringen, hängt vieles vom Ausgang der US-amerikanische Staatsbürgerschaftional security probeDie Möglichkeit von Zöllen bleibt hoch und da der US-Markt für den neuseeländischen Holzhandel von entscheidender Bedeutung ist, hängt die Zukunft des Sektors in der Schwebe.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Holzhandel einer prekären Phase entgegensieht. Sollten die Untersuchungen nach Abschnitt 232 zu höheren Zöllen führen, könnte dies die neuseeländische Holzindustrie erheblich beeinträchtigen und Exporte im Wert von Hunderten Millionen Dollar beeinträchtigen. Die Situation entwickelt sich weiter, und neuseeländische Exporteure hoffen, dass ihre Bemühungen ausreichen, um zusätzliche Kosten auf dem US-Markt zu verhindern.
Quelle- https://woodcentral.com.au/
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