Dienstag, Oktober 28, 2025

Die 73. Internationale Nadelholzkonferenz (ISK)Die vom 22. bis 23. Oktober 2025 in Oslo, Norwegen, stattfindende Konferenz bot einen wichtigen Treffpunkt für die globale Holzindustrie. Veranstalter: Treindustrien in Zusammenarbeit mit dem Europäische Organisation der Sägewerksindustrie (EOS) und der Europäischer Holzhandelsverband (ETTF)Die Veranstaltung versammelte über 260 Teilnehmer, um die komplexe wirtschaftliche und regulatorische Landschaft zu analysieren, die die Zukunft von holzbasierten Bau- und Möbelkomponenten prägt.
Die Kernbotschaft der Konferenz war vorsichtige Stabilisierung in einer Zeit intensiver struktureller Herausforderungen. Während die Branche, insbesondere mit Blick auf das Jahr 2026, zaghafte Anzeichen einer Erholung im Bausektor erkennt, überwiegen weiterhin die unmittelbaren Sorgen hinsichtlich der Rohstoffversorgung, der gesetzlichen Belastungen und der Rentabilität.
Die Konferenz begann mit einem ernüchternden, aber zukunftsorientierten Wirtschaftsüberblick, der die außergewöhnliche Unsicherheit auf dem Weltmarkt. Während die hohe Volatilität der vergangenen Jahre nachzulassen scheint, kämpft die Branche mit einer gravierenden Ungleichheit:
Eine wichtige, langfristige Diskussion konzentrierte sich auf die drohende Rohstoffkrise, die eine strategische Änderung der Herangehensweise der Branche an Holzarten erforderlich macht:
Expertenanalysen bestätigten, dass die Es wird erwartet, dass die langfristige Versorgung mit Rundholz stagniert oder sogar zurückgeht in weiten Teilen Europas. Der Hauptgrund für diesen prognostizierten Verlust ist die deutliche Reduzierung Fichtenvolumina, die insbesondere in Mitteleuropa durch Borkenkäferbefall und andere Umweltfaktoren dezimiert wurden.
Ein gemeinsames Thema der Konferenz war die Notwendigkeit für den gesamten Sektor, Förderung der Verwendung von Kiefernholz für ein breiteres Spektrum an Konstruktions- und Komponentenanwendungen. Die Branche muss sich anpassen an:
Die Industrie äußerte einen erheblichen Mangel an Klarheit und Rechtssicherheit hinsichtlich der Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Diese neue gesetzliche Hürde zielt zwar auf Nachhaltigkeit ab, wird aber als eine bedeutende regulatorische und bürokratische BelastungenDie Teilnehmer forderten nachdrücklich dazu auf, echte Vereinfachungsmaßnahmen um sicherzustellen, dass die EUDR für alle Akteure in der Holzlieferkette praktikabel, durchführbar und angemessen ist.
Trotz des wirtschaftlichen und regulatorischen Drucks wurden auf der Konferenz auch wichtige Marktchancen für die Möbel- und Bauholzindustrie hervorgehoben:
Diskussionen über die Wohnungspolitik in Großbritannien und der EU haben das Potenzial für Sanierung und Dachausbau als vielversprechende Absatzmärkte für Nadelschnittholz. Darüber hinaus unterstrich die Veranstaltung die steigende Nachfrage nach industriell gefertigte Holzbaumodule und vorgefertigte Systeme, die Effizienz- und Nachhaltigkeitsvorteile bieten.
Dieser Schwerpunkt auf Vorfertigung wurde bei den Standortbesichtigungen praxisnah umgesetzt: Die Teilnehmer sahen innovative Produktionslinien, wie zum Beispiel eine Exaktschneidmühle das die Produktion aus Schnittholz in zufälliger Länge auf der Grundlage digitaler Kundenaufträge optimiert und so den Abfall in der gesamten Wertschöpfungskette minimiert.
Ein zentrales Element der norwegischen Erfahrung war der Besuch von Mjøstarnet, das höchste Holzgebäude der Welt (85.4 m) in Brumunddal, nördlich von Oslo. Das beeindruckende Bauwerk, dessen tragende Hauptkomponenten aus Brettschichtholz (BSH) und Brettsperrholz (CLT) für Wellen diente als konkretes Beispiel für:
Die 73. ISC diente letztlich als wichtiges Forum zur Auseinandersetzung mit den drängendsten Problemen der Branche. Der Konsens bekräftigte, dass Marktstabilität und Rentabilität zwar weiterhin durch Holzpreise und regulatorische Komplexität belastet sind, die langfristige Zukunft des Holzes jedoch rosig ist, angetrieben durch die globale Notwendigkeit nachhaltiger, kohlenstoffspeichernder Baulösungen und den Bedarf an Innovationen bei der Holzbeschaffung und -verarbeitung.
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Stichworte: EUDR, Rohstoffausblick, Sägeindustrie, Nadelholzkonferenz 2025, Holzbau, Holzwerkstoffkomponenten
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