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Die Niederlande treiben das Projekt für einen nachhaltigen Holzhochhausbau für ein neues Regierungsgebäude in Den Haag voran.

 Dienstag April 21, 2026

Die Niederlande treiben das Projekt für einen nachhaltigen Holzhochhausbau für ein neues Regierungsgebäude in Den Haag voran.

In den Niederlanden wurde ein wichtiger Meilenstein im Bereich nachhaltiges Bauen erreicht. Der Vertrag für ein neues Regierungsgebäude in Den Haag wurde unterzeichnet. Das Projekt entsteht an der Juliana van Stolberglaan und wird dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (OCW) sowie der Serviceorganisation DUO dienen. Die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2030 geplant.

Die Vereinbarung wurde geschlossen zwischen Immobilienunternehmen der Zentralregierung, Bauunternehmen BAMund dem Designpartner b_project. Das Projekt stellt einen bedeutenden Schritt in der nachhaltigen Entwicklung öffentlicher Infrastruktur dar.

Ein prägendes Merkmal des Projekts ist seine Holzkonstruktion. Das 76 Meter hohe Gebäude wird primär aus Holz errichtet. Die tragende Konstruktion besteht aus Holz. Auch die Geschossdecken werden aus Holz gefertigt. Darüber hinaus können für die Gebäudekerne Holzelemente der Firma binderholz verwendet werden.

Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Umweltbelastung zu reduzieren. Im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen werden die CO₂-Emissionen voraussichtlich deutlich geringer ausfallen. Die Verwendung von Massivholz unterstützt klimabewusste Entwicklungsziele und entspricht den Prinzipien des Kreislaufbaus.

Nachhaltigkeit ist im gesamten Design verankert. Es wird ein natürliches Belüftungssystem, das sogenannte EWF-Klimakonzept, umgesetzt. Dieses System reguliert die Raumluft ohne aufwendige mechanische Infrastruktur. Dadurch wird der Energieverbrauch gesenkt und der Raumkomfort verbessert.

Das Gebäudedesign berücksichtigt biophile Prinzipien. Natürliche Materialien wurden in die gesamte Struktur integriert. Tageslicht wird in den Innenräumen optimal genutzt. Grüne und natürliche Elemente sind in die Architektur eingebunden. Das Arbeitsumfeld soll sich offen und gesund anfühlen.

Das Projekt legt großen Wert auf eine frühzeitige Instandhaltungsplanung. Dieser Ansatz ist von Anfang an integriert und wird nicht erst im Nachhinein berücksichtigt. Die Instandhaltungsstrategie ist integraler Bestandteil des Designprozesses.

Während der Bauphase wird ein digitaler Zwilling des Gebäudes erstellt. Dieser wird schrittweise aufgebaut. Das virtuelle Modell dokumentiert die gesamte Konstruktionskonstruktion. Auch die Installationsorte werden präzise erfasst.

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der digitale Zwilling mit dem Gebäudemanagementsystem verbunden. Er wird außerdem in einen langfristigen Wartungsplan eingebunden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Betriebsdaten während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes verfügbar bleiben.

Die Baulogistik wurde sorgfältig geplant. Die Beeinträchtigungen im Zentrum von Den Haag werden voraussichtlich minimal sein. Die meisten Bauteile werden außerhalb der Baustelle vorgefertigt. Dadurch werden die Bauarbeiten vor Ort reduziert.

Die vorgefertigten Elemente werden über ein Logistikzentrum in Moerdijk transportiert. Für die Lieferung kommen Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Es wird ein Just-in-Time-Liefersystem implementiert. Die Materialien treffen erst ein, wenn sie benötigt werden. Dies steigert die Effizienz und reduziert Staus.

Das Projekt wird in zwei Phasen realisiert. Die Koordination erfolgt mit mehreren spezialisierten Partnern. Dazu gehören das Architekturbüro cepezed, das Ingenieurbüro Arcadis sowie Nachhaltigkeitsexperten wie Sweco und Peutz. Weitere Kooperationspartner sind Nest Natuurinclusief, De Omgevingspsycholoog und PhiFactory.

Zusammenarbeit ist für die Projektabwicklung von zentraler Bedeutung. Jeder Partner bringt seine Fachkompetenz ein. Die disziplinübergreifende Integration des Designs hat höchste Priorität. Ziel ist ein einheitlicher und effizienter Entwicklungsprozess.

Das Gebäude ist von beachtlicher Größe. Mit seinen 76 Metern Höhe wird es die Skyline von Den Haag deutlich prägen. Seine Umweltbelastung dürfte jedoch deutlich geringer ausfallen als bei herkömmlichen Hochhäusern.

Der Holzbau gewinnt in Europa zunehmend an Bedeutung. Er findet vermehrt Anwendung im Bereich großer öffentlicher Gebäude. Das Projekt zeugt vom Vertrauen in Holzkonstruktionen. Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit werden hier miteinander verbunden.

Digitale Bauverfahren spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Der Einsatz eines digitalen Zwillings verbessert das langfristige Gebäudemanagement. Er ermöglicht die Datenintegration in Echtzeit. Die Instandhaltungsplanung wird präziser und effizienter.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energieeffizienz. Passive Klimasysteme reduzieren die Abhängigkeit von mechanischer Kühlung und Heizung. Natürliche Belüftung trägt zur Betriebseffizienz bei. Diese Systeme unterstützen langfristige Nachhaltigkeitsziele.

Die Auswirkungen auf das Stadtgebiet wurden ebenfalls berücksichtigt. Die Baumethoden wurden so gewählt, dass die Beeinträchtigungen minimiert werden. Die Transportlogistik ist darauf ausgelegt, den Verkehrsdruck zu reduzieren. Lärm und Emissionen werden sorgfältig gemanagt.

Diese Entwicklung spiegelt einen umfassenderen Wandel im öffentlichen Bauwesen wider. Nachhaltigkeit, Digitalisierung und modulares Bauen werden zunehmend zum Standard. Holzbasierte Hochhäuser gelten nicht mehr als experimentell, sondern etablieren sich als gängige Bauweise.

Das Projekt in Den Haag zeigt, wie diese Trends kombiniert werden können. Nachhaltige Materialien, digitale Werkzeuge und effiziente Logistik sind in ein Gesamtkonzept integriert. Das Ergebnis ist ein zukunftsweisendes Regierungsgebäude, das auf langfristige Leistungsfähigkeit und ökologische Verantwortung ausgelegt ist.

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