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Koskisen wird mit DesignEPD ein Beispiel für massive Holztransparenz setzen.

 Donnerstag Dezember 18, 2025

Koskisen-DesignEPD

In der Holzindustrie bedeutet Transparenz häufig die Veröffentlichung von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) nach der Fertigstellung des Produkts, wodurch eine statische ökologische Momentaufnahme entsteht. Koskisen wird durchbrochen. Durch die Annahme von DesignEPDMit einem fortschrittlichen Ansatz bei Umweltbewertungen verlagert das Unternehmen die Verantwortung für Nachhaltigkeit vom Ende der Produktionslinie direkt in die Hände der Planer. Dieser Wandel bedeutet eine Abkehr von bloßer Gesetzeskonformität hin zu „Nachhaltigkeit durch Design“ und ermöglicht es Architekten und Ingenieuren, den CO₂-Fußabdruck eines Projekts zu optimieren, bevor auch nur ein einziger Baum gefällt wird.

Während ein Standard-EPD standardisierte, von Dritten geprüfte Daten zu den Auswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus liefert, ist es für die schnelllebige Welt der Produktentwicklung oft zu unflexibel. Standard-EPDs sind im Wesentlichen „Zeugnisse“ für bestehende Produkte; Design-EPDs hingegen sind „Simulatoren“ für zukünftige Produkte.

Riitta Ahokas, RDI-Managerin bei Koskisenhebt einen entscheidenden technischen Unterschied hervor:

„Der größte Unterschied zwischen Umweltproduktdeklarationen (EPDs) und Design-EPDs liegt in ihren Gültigkeitszeiträumen. Traditionelle EPDs werden in der Regel alle fünf Jahre aktualisiert, während Design-EPDs in einem viel kürzeren, dynamischen Zyklus funktionieren.“

Wichtige Merkmale des DesignEPD-Rahmenwerks:

Die Entwicklung von DesignEPD erfolgte nicht isoliert. Sie ist das Ergebnis einer branchenweiten Zusammenarbeit zwischen Koskisen, seinen Kunden und strategischen Partnern wie Stora Enso.

Ein wichtiger Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit liegt in der Nutzung von Lignin—ein natürliches Polymer, das in Bäumen als „Klebstoff“ fungiert — um fossilbasierte Harze in Holzprodukten zu ersetzen. Sara Fäldt, RnD-Managerin bei Stora Enso, der eng an Koskisens Projekten auf Ligninbasis mitgearbeitet hat, sieht DesignEPD als das perfekte Vehikel für diese neuen Materialien.

„Die Zukunft von Lignin sieht vielversprechend aus – oder braun, genau wie seine natürliche Farbe“, sagt Fäldt. „Wir stehen erst am Anfang der Erforschung seiner Möglichkeiten, erdölbasierte Materialien zu ersetzen. Produkte wie die von Koskisen…“ 'Null'-Zeile Sie bringen ihre eigene geringere Umweltbelastung mit sich, und DesignEPDs sind entscheidend, um diese geringe Umweltbelastung beim Bau zu messen und nachzuweisen.“

Koskisen ist mit der CO2-Bilanzierung bestens vertraut. Das Unternehmen führte seine ersten Berechnungen des CO2-Fußabdrucks bereits im Jahr 1990 durch. 2011 und gehörte zu den ersten in der riesigen Holzindustrie, die zertifizierte Umweltproduktdeklarationen (EPDs) veröffentlichten für Sperrholz und Spanplatten in 2020.

Im Kontext massiver Holzkonstruktionen offenbaren diese Dokumente eine eindrucksvolle Geschichte: Holzprodukte dienen als langfristige Kohlenstoffspeicher. Solange ein Gebäude steht, bleibt der vom Baum während seines Wachstums aufgenommene Kohlenstoff in der Struktur „eingeschlossen“ und verwandelt so Stadtsilhouetten in künstliche Wälder.

Der Schritt hin zu DesignEPDs ist mehr als eine freiwillige Geste der Nachhaltigkeit; er ist ein strategischer Schritt zur Zukunftssicherung angesichts der zunehmenden Verschärfung der europäischen Gesetzgebung.

Die EU-Bauproduktenverordnung (CPR), nach seiner bedeutenden Überarbeitung in 2024hat die Regeln für den Marktzugang grundlegend verändert. Der neue Rahmen stellt die Umweltverträglichkeit gleichberechtigt mit der technischen Sicherheit und der strukturellen Integrität.

Im Vorfeld der anstehenden Fristen zur Einhaltung der Vorschriften werden mehrere wichtige Änderungen für die riesige Holzindustrie verpflichtend:

Digitale Produktpässe (DPPs): Für jedes Bauteil wird ein digitaler Datensatz benötigt, der seine vollständige technische und umweltbezogene Historie enthält.

Obligatorische Umweltberichterstattung: Die Berichterstattung über Kohlenstoffemissionen und Energieverbrauch ist für prioritäre Produkte nicht mehr optional.

Weiterentwickelte CE-Kennzeichnung: Das bekannte CE-Zeichen wird bald nicht nur die Festigkeit eines Balkens widerspiegeln, sondern auch seine Umweltfreundlichkeit.

Hersteller, die ihre internen Datensysteme nicht an diese Standards anpassen, riskieren den Verlust des Zugangs zum europäischen Markt. Koskisens Investition in DesignEPD stellt sicher, dass ihre Leistungserklärungen (DoP) sind bereits auf diese zukünftigen Anforderungen abgestimmt.

Die Einführung von DesignEPD signalisiert einen Wandel von der Betrachtung von Nachhaltigkeit als „Nachweispflicht“ hin zu deren „Innovationsinstrument“. Indem Koskisen Umweltkennzahlen in die DNA von Holzbaustoffen integriert, bietet das Unternehmen Architekten und Bauherren die Präzision, die sie benötigen, um die globalen Klimaziele zu erreichen.

In einer Branche, in der jedes Gramm Kohlenstoff zählt, ist die Fähigkeit, Emissionen vorherzusagen und zu verhindern, bevor sie entstehen, der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Riitta Ahokas fasst zusammen: „Dies ist ein Werkzeug, das unsere Kunden für ihre eigene Entwicklung benötigen und das uns allen hilft, zu einer nachhaltigeren gebauten Umwelt beizutragen.“

Weitere Neuigkeiten lesen Sie unter: Kreislaufwirtschaft

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