Mittwoch, Januar 21, 2026

Die Koelnmesse hat beeindruckende Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht und damit einen wichtigen Meilenstein in ihrem globalen Wachstum erreicht. Mit einem vorläufigen Umsatz von rund 450 Millionen Euro (gegenüber 365.8 Millionen Euro im Jahr 2024) und einem konsolidierten Jahresüberschuss von etwa 60 Millionen Euro setzt das Unternehmen seine starke Entwicklung fort. Diese Ergebnisse sind auf ein erfolgreiches Messe- und Kongressgeschäft in Köln, optimierte Abläufe und eine deutliche Steigerung der internationalen Aktivitäten zurückzuführen.
Gerald Böse, CEO der Koelnmesse, hob die starke wirtschaftliche und internationale Entwicklung des Unternehmens hervor. Er räumte jedoch auch ein, dass das Jahr 2026, insbesondere aufgrund des Ereigniszyklus, Herausforderungen mit sich bringen werde. Um Stabilität und Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten, richtet die Koelnmesse ihre Strategie an der strategischen Agenda von level35 aus, einem Rahmenwerk zur Stärkung ihrer Position in einer von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägten Welt.
Ausbau des Veranstaltungsgeschäfts und internationale Präsenz
Im Jahr 2025 veranstaltete die Koelnmesse 79 Events, darunter 57 Eigenveranstaltungen, an ihrem Kölner Hauptsitz und weltweit. Ein Höhepunkt war die Anuga, die als größte Veranstaltung in der 100-jährigen Geschichte der Koelnmesse neue Maßstäbe setzte. Mehr als 8,000 Aussteller aus 110 Ländern und über 145,000 Besucher aus 190 Nationen nahmen teil und belegten rund 300,000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Mit 94 % Ausstellern und 80 % Besuchern aus dem Ausland demonstrierte die Anuga die anhaltende Bedeutung internationaler Messen auch in Zeiten globaler Herausforderungen.
Die Koelnmesse hat ihre internationale Präsenz deutlich ausgebaut. Von den 79 Veranstaltungen fanden 38 im Ausland statt, darunter acht neue Formate. Zu diesen neuen Veranstaltungen zählten internationale Ausgaben der interzum, ORGATEC und Labotec sowie neue Formate in aufstrebenden Märkten wie Indonesien, Saudi-Arabien und Indien. Diese Expansion unterstreicht den Erfolg der strategischen Ausrichtung der Koelnmesse auf die Stärkung ihres globalen Profils, insbesondere in wichtigen Wachstumsregionen.
Organisationsentwicklungen und neuer regionaler Fokus
Um das internationale Wachstum weiter voranzutreiben, hat die Koelnmesse Mathias Küpper 2025 zum Regionalpräsidenten für den asiatisch-pazifischen Raum ernannt. Küppers Aufgabe ist es, das Netzwerk der Koelnmesse in wichtigen Märkten wie Singapur, Thailand und China zu stärken. Darüber hinaus plant das Unternehmen die Eröffnung einer neuen Tochtergesellschaft in Indonesien, um seine Präsenz in Südostasien weiter auszubauen.
Das Unternehmen hat zudem seine Aktivitäten in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) neu ausgerichtet und ein Netzwerk lokaler Handelskammern aufgebaut, um zehn Zielmärkte zu bedienen. Diese Reorganisation zielt darauf ab, die Kundennähe und die regionale Präsenz zu stärken und sicherzustellen, dass die Koelnmesse den vielfältigen Bedürfnissen internationaler Aussteller und Besucher gerecht wird.
Wachstum im Kongresssektor
Das Kongressgeschäft der Koelnmesse verzeichnete 2025 ebenfalls ein deutliches Wachstum. Das 2025 eröffnete Konferenz- und Ausstellungszentrum Confex etablierte sich schnell am Markt. Mit hervorragenden Buchungszahlen bis 2030 und bereits bestehenden Reservierungen bis 2032 erwies sich der Veranstaltungsort als attraktiv für verschiedene Branchen, insbesondere im medizinischen Bereich. Die 20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin, die mit 3,000 Teilnehmern die erwarteten 1,500 übertraf, verdeutlichte die steigende Nachfrage nach wissenschaftlichen Kongressen in Köln.
Die Koelnmesse-Tochter Koelncongress verzeichnete ebenfalls eine gestiegene Nachfrage nach Gastmessen, insbesondere in Zusammenarbeit mit Reed Exhibitions Limited (RX). Ab 2027 organisiert RX in Köln die PSI, Europas Leitmesse für Werbeartikel. Zu dieser neuen Dauerveranstaltung werden über 11,000 Fachleute aus der Werbeartikelbranche erwartet.
Herausforderungen und Vorbereitungen für 2026
Mit Blick auf die Zukunft rechnet die Koelnmesse mit einem herausfordernden Jahr 2026. Das Unternehmen räumt ein, dass die wirtschaftliche Erholung in Deutschland weiterhin schleppend verläuft und der Druck auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zunimmt. Zudem dämpfen steigende Kosten und geopolitische Spannungen weltweit Investitionen und Konsum. Trotz dieser Hürden konzentriert sich die Koelnmesse darauf, durch internationale Kooperationen Stabilität und Wachstum zu sichern. Mit 43 geplanten Auslandsveranstaltungen im Jahr 2026 will das Unternehmen sein globales Markenportfolio erweitern und seine Führungsposition in wichtigen internationalen Märkten stärken.
Expo Osaka 2025 und Nachhaltigkeitsbemühungen
Neben der starken Finanzlage konnte die Koelnmesse ihr internationales Profil durch die Beteiligung an der Expo Osaka 2025 weiter stärken. Das Unternehmen betreute den deutschen Pavillon, der über 184 Tage mehr als drei Millionen Besucher anzog. Der Pavillon mit dem Namen „Wa! Germany“ wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Nachhaltigkeitspreis und dem Silbernen Preis für Themenentwicklung. Diese erfolgreiche Präsentation eröffnete neue Geschäftsmöglichkeiten und festigte die Beziehungen zu den japanischen Partnern der Koelnmesse.
Die Koelnmesse unternimmt auch große Anstrengungen in Richtung Nachhaltigkeit. Das Unternehmen strebt bis 2030 eine klimaneutrale Stromversorgung an und hat seine Solarmodulfläche bereits auf 20,000 Quadratmeter erweitert. Darüber hinaus arbeitet es an einem vollständigen Umstieg auf fossilfreie Geothermie. Das Projekt schreitet mit der Fertigstellung von Bohrungen und der Installation maßgeschneiderter Wärmepumpen voran.
Neues multifunktionales Verwaltungszentrum geplant
Die Koelnmesse hat mit Weitblick den Bau eines neuen, multifunktionalen Verwaltungszentrums in der Nähe des ICE-Bahnhofs Köln Messe/Deutz genehmigt. Das Projekt, dessen Baubeginn nach der Anuga 2027 geplant ist, vereint Büroflächen mit Veranstaltungslogistik und Gastronomieinfrastruktur. Die Investition in Höhe von 193 Millionen Euro, finanziert aus Eigenmitteln der Koelnmesse, unterstreicht das langfristige Engagement des Unternehmens für die Verbesserung der Qualität und Zukunftsfähigkeit seines Standorts.
Die Koelnmesse verzeichnete 2025 ein außergewöhnliches Wachstum und großen Erfolg, geprägt von starken Finanzergebnissen, einer signifikanten internationalen Expansion und der Einführung neuer Veranstaltungsformate. Trotz der Herausforderungen im Jahr 2026 sichern die zukunftsorientierten Strategien und Investitionen in Infrastruktur, Nachhaltigkeit und internationale Partnerschaften dem Unternehmen auch weiterhin den Erfolg. Das Engagement der Koelnmesse für die Schaffung von Plattformen für den globalen Austausch und die Förderung von Innovationen stärkt ihre Rolle als einer der weltweit führenden Messeveranstalter.
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