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ITTO hebt katalytische Möglichkeiten der Forstfinanzierung auf dem UNFF-Workshop für den asiatisch-pazifischen Raum in Bangkok hervor.

 Mittwoch, Februar 11, 2026

ITTO hebt katalytische Möglichkeiten der Forstfinanzierung auf dem UNFF-Workshop für den asiatisch-pazifischen Raum in Bangkok hervor.

Die Internationale Tropenholzorganisation (ITTO) hat die dringende Notwendigkeit betont, die Forstfinanzierung in der Asien-Pazifik-Region auszuweiten. Diese Botschaft wurde im Rahmen des Asien-Pazifik-Regionalworkshops zur Forstfinanzierung übermittelt, der vom 20. bis 23. Januar 2026 vom UN-Forum für Wälder (UNFF) in Bangkok, Thailand, veranstaltet wurde.

Der Workshop brachte Regierungsvertreter aus der gesamten Region zusammen. Multilaterale Institutionen waren anwesend. Entwicklungsbanken nahmen teil. Auch Akteure des Privatsektors beteiligten sich an den Diskussionen.

Vertreter der Weltbank, des Grünen Klimafonds, der Globalen Umweltfazilität, der Asiatischen Entwicklungsbank, der FAO, des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), der Internationalen Kommunistischen Partei Chinas (IUCN), des Forest Carbon Leadership Programme und von BIOFIN nahmen teil. Das Ziel war eindeutig: Der Zugang zu Forstfinanzierungen muss verbessert werden.

Schließung von Lücken in der Klimafinanzierung für Wälder

In der Eröffnungssitzung hob ITTO-Exekutivdirektor Sheam Satkuru die wachsende Kluft zwischen Klimaschutzambitionen und der tatsächlichen Finanzierung von Wäldern hervor. Wälder leisten einen wesentlichen Beitrag zur Minderung und Anpassung an den Klimawandel. Sie fördern die Biodiversität und sichern die Lebensgrundlagen vieler Menschen. Dennoch sind die für Wälder bereitgestellten Klimafinanzierungen vergleichsweise gering.

„Die Finanzierung von Forstprojekten muss gleichzeitig den Menschen, der Natur und dem Klima dienen“, erklärte Frau Satkuru.

Sie äußerte ihre Besorgnis darüber, dass die Finanzierung forstbezogener Projekte durch fragmentierte internationale Politikrahmen eingeschränkt sei. In den letzten drei Jahrzehnten hat die Zahl der Akteure im Bereich der Forstwirtschaft erheblich zugenommen. Die Koordination konnte damit nicht immer Schritt halten. Teilweise kam es zu Doppelarbeit. Die Finanzierungsströme wurden eher zersplittert als gebündelt.

Infolgedessen ließen sich Effizienzsteigerungen nur schwer erzielen. Eine stärkere Abstimmung ist erforderlich. Partnerschaften müssen gestärkt werden.

Schätzungsweise 10 % der globalen Klimafinanzierung fließen in forstbezogene Initiativen, obwohl der Sektor übergreifend ökologische und ökonomische Bedeutung hat. Es wurden kohärentere Mechanismen gefordert.

Das ITTO-Modell zur Hebelwirkung von Finanzierung

Am zweiten Tag präsentierten Frau Satkuru und Jennifer Conje, Direktorin für Forstwirtschaft bei ITTO, eine Sitzung mit dem Titel „Waldfinanzierung wirkungsvoll einsetzen“. Der integrierte Ansatz der Organisation wurde erläutert.

ITTO kombiniert politische Beratung, praktische Umsetzung, statistische Daten und Kapazitätsaufbau. Ziel ist es, eine nachhaltige Forstwirtschaft zu fördern und gleichzeitig zusätzliche Kapitalflüsse zu mobilisieren.

Kleine Investitionen können größere Finanzmittel freisetzen. Die Wirkung kann skaliert werden.

Es wurden mehrere Fallstudien auf Länderebene vorgestellt, um zu demonstrieren, wie gezielte Forstfinanzierung sowohl ökologische als auch sozioökonomische Vorteile generieren kann.

Indonesien: Verknüpfung internationaler und nationaler Finanzen

In Indonesien stärkte eine von der ITTO unterstützte Initiative die Managementplanung für die legale und nachhaltige Nutzung von Nichtholzprodukten (NTFPs). Lokale Kleinunternehmen wurden gefördert und ihre Kapazitäten ausgebaut.

Die Einkommensmöglichkeiten wurden erweitert. Der Druck auf nahegelegene Schutzgebiete wurde verringert.

Nach der Projektumsetzung baute die nationale Regierung auf den erzielten Ergebnissen auf. Es wurden Investitionen getätigt, um die Kapazitäten der lokalen Behörden zur Erteilung von Erntegenehmigungen zu stärken. Unterstützung für Unternehmensgründungen wurde eingeführt. Universitäten erhielten Zuschüsse zur Entwicklung von Workshops und Schulungsmaterialien.

Die Zentralbank von Indonesien führte außerdem zinsgünstige Kreditfazilitäten für Gemeinschaftsgenossenschaften ein.

„Diese Fallstudie verdeutlichte, wie wichtig es ist, dass inländische öffentliche und private Finanzierungen auf internationalen öffentlichen Investitionen aufbauen können“, bemerkte Frau Conje. Es wurde ein förderliches Umfeld geschaffen. Gemeinden wurden befähigt, nachhaltige Einkommensquellen zu generieren.

Kambodscha: Mikrokredite zur Unterstützung des Waldschutzes

Den Teilnehmern wurde außerdem ein Video gezeigt, das ein von der ITTO unterstütztes Mikrokreditprogramm in Kambodscha vorstellte. Das Programm bietet zinsgünstige Kredite für waldschonende Erwerbstätigkeiten.

Die aus diesen Unternehmen generierten Einnahmen unterstützen lokale Überwachungssysteme. Waldschutzmaßnahmen werden lokal finanziert. Dieser Ansatz verknüpft die Einkommensgenerierung direkt mit den Naturschutzergebnissen.

Das Programm wurde entwickelt, um sicherzustellen, dass wirtschaftliche Anreize mit den Grundsätzen einer nachhaltigen Forstwirtschaft übereinstimmen. Die Eigenverantwortung der lokalen Bevölkerung wurde gestärkt.

Marktzugang für kleinbäuerliche Holzproduzenten

Ein weiteres Beispiel befasste sich mit Kleinbauern, die Teakholz und hochwertiges Holz produzieren. Der Marktzugang stellt für viele Kleinbauern im Forstsektor des asiatisch-pazifischen Raums weiterhin ein erhebliches Hindernis dar.

Die Initiative von ITTO zielt darauf ab, die Primärverarbeitungskapazitäten zu verbessern und innovative Finanzierungsinstrumente zu erforschen. Ein Ansatz besteht darin, stehende Bäume als Sicherheit zu nutzen. Dies ermöglicht es Kleinbauern, kurzfristige Liquiditätsbedürfnisse zu decken, ohne ihre Holzbestände vorzeitig zu ernten.

Erntezyklen können dadurch verlängert werden. Klimapositive Ergebnisse werden gefördert. Investitionsmodelle werden besser skalierbar.

Finanzierungshemmnisse wurden abgebaut. Die Marktintegration wurde verbessert.

Partnerschaften und katalytische Investitionen

Zusammenarbeit wurde als entscheidender Faktor für die Erzielung von Wirkung hervorgehoben. Die ITTO hat gemeinsam mit der FAO ein Strategiepapier zur Förderung von Entschädigungsmechanismen für Waldbewirtschafter im Rahmen von Programmen zur Vergütung von Ökosystemleistungen erstellt. Ein Expertenworkshop wurde organisiert, um eine Weltbank-Publikation zu unterstützen, die sich mit Steuerreformen zur Förderung des Waldschutzes befasst.

Eine neue Initiative mit der Asiatischen Forstkooperationsorganisation (AFoCO) fördert außerdem gemeinschaftsbasierte Holzunternehmen und naturbasierte Klimalösungen.

ITTO-Projekte haben häufig eine Katalysatorrolle gespielt. In mehreren Ländern haben vergleichsweise bescheidene Investitionen – manchmal unter 1.2 Millionen US-Dollar – deutlich höhere Folgefinanzierungen von der Globalen Umweltfazilität, Entwicklungsbanken, nationalen Regierungen und Partnern aus dem Privatsektor freigesetzt.

Die Mittel wurden gezielt und strategisch eingesetzt. Anschließend wurden größere Kapitalflüsse mobilisiert.

Laut Frau Satkuru besteht die Kernaufgabe der ITTO darin, politische Ziele in praktische, finanzierbare Maßnahmen umzusetzen. Durch die Unterstützung der Mitgliedsländer mit gezielten Investitionen und technischer Beratung kann die langfristige finanzielle Stabilität gestärkt werden.

Für den Forstsektor im asiatisch-pazifischen Raum war die Botschaft aus Bangkok eindeutig: Die Forstfinanzierung muss ausgebaut werden. Die Koordination muss verbessert werden. Katalytische Investitionen können messbare Ergebnisse für Klimaresilienz, Biodiversitätsschutz und waldabhängige Gemeinschaften erzielen.

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