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Häfele wahrt die Stabilität, während die Strategie 2030 an Dynamik gewinnt

 Freitag, Februar 13, 2026

Häfele wahrt die Stabilität, während die Strategie 2030 an Dynamik gewinnt

Die Häfele Gruppe hat sich in einem anhaltend anspruchsvollen globalen Umfeld behauptet und gleichzeitig ihre Wettbewerbsposition gestärkt. Die langfristige Strategie des Unternehmens, Strategie 2030, erweist sich zunehmend als wirksam. Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Belastungen konnten die Umsätze gehalten und neue Marktpotenziale erschlossen werden.

Die international tätige Unternehmensgruppe beschäftigt rund 8,000 Mitarbeiter. Tochtergesellschaften sind in 39 Ländern aktiv. Das internationale Geschäft trägt 82 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Zum 31. Dezember 2025 belief sich der Umsatz auf 1.72 Milliarden Euro. Dies entspricht einem nominalen Rückgang von einem Prozent. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um drei Prozent. Der starke Eurokurs wirkte sich negativ auf das ausgewiesene Ergebnis aus.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Nagold im Schwarzwald. Von hier aus werden die weltweiten Aktivitäten koordiniert.

Integrierte Lösungen im Kern

Der strategische Fokus bleibt klar. Intelligente Hardwaretechnologie wird mit elektronischen Schließsystemen, Beleuchtung und digitaler Vernetzung kombiniert. Ergänzt wird dies durch maßgeschneiderte Dienstleistungen. Ziel ist es, integrierte Lösungen anstelle von Einzelprodukten anzubieten.

Gemeinsame Entwicklung und Konstruktion bilden die zentralen Säulen. Durch die gemeinsame Entwicklung wird das Kundenangebot gestärkt. Prozesse werden durch enge operative Zusammenarbeit optimiert. Fertigung und Logistik profitieren unmittelbar.

Auf der Interzum 2025 wurde diese Richtung deutlich. Das Leitprinzip „Raumwert maximieren. Gemeinsam.“ prägte den Messeauftritt des Unternehmens. Anstelle einzelner Komponenten wurden ganzheitliche Raumkonzepte präsentiert.

Die operative Stabilität wurde 2025 bestätigt. Die Marktbedingungen blieben herausfordernd. Dennoch blickte der Konzern zuversichtlich in das Jahr 2026.

Regionale Entwicklungen und Marktdynamik

Der Immobiliensektor in China und Thailand schwächte sich deutlich ab. Diese Märkte standen vor strukturellen Herausforderungen.

Indien bot ein anderes Bild. Das Wachstumspotenzial ist weiterhin hoch. Regulatorische Auflagen haben die Lieferketten unter Druck gesetzt. Das Unternehmen hat jedoch strategisch reagiert.

Es wurde konsequent eine „Make in India“-Strategie umgesetzt. Die Produktionskapazitäten werden lokal ausgebaut. Neue Zulieferer werden lokal angesiedelt. Zudem wurde in ein Start-up investiert. Das Geschäftsmodell in Indien wurde restrukturiert. Das Wachstum in der Landeswährung war stabil.

In den Vereinigten Staaten beeinflussten die handelspolitischen Rahmenbedingungen die Geschäftstätigkeit. Dennoch war das Ergebnis in US-Dollar gerechnet positiv. Wechselkursschwankungen glichen die ausgewiesenen Gewinne teilweise aus.

Vietnam zeigte Anfang 2026 erste Anzeichen einer Erholung. Neuseeland verzeichnete nach der Rezession eine vorsichtige Verbesserung. Brasilien, der Nahe Osten und Osteuropa entwickelten sich positiv. Diese Regionen gelten als wichtige Wachstumsmotoren.

Die internationale Präsenz wurde moderat ausgebaut. Ein neues Lager wurde im Nahen Osten eröffnet. Portugal wurde als eigenständige Tochtergesellschaft in Westeuropa gegründet.

Messen als strategische Plattformen

Fachmessen werden als mehr als nur Marketinginstrumente betrachtet. Sie sind Räume für Dialog. Sie ermöglichen gemeinschaftliche Entwicklung.

Auf der Interzum 2025 wurden Lösungen für generationenübergreifendes Wohnen und Mikro-Wohnen präsentiert. Es wurde gezeigt, dass sich Räume flexibel an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen lassen. Individuelle Beleuchtung in Küchen und Möbeln verbesserte Atmosphäre und Funktionalität. Der Mehrwert für Partner wurde anschaulich dargestellt.

Auch 2026 bleiben Austausch und gemeinsame Entwicklung Priorität. Auf der EuroShop 2026 wird ein umfassendes Ladenkonzept vorgestellt. Der „Black Forest Experience Shop“ demonstriert, wie Beleuchtung, Beschläge und Schließsysteme flexible Einzelhandelsumgebungen ermöglichen. Energieeffiziente Beleuchtung und modulare Komponenten verkürzen die Umbauzeiten.

Auf der Holz-Handwerk 2026 rücken Schreiner und Tischler in den Mittelpunkt. Praktische Lösungen werden präsentiert, Dienstleistungen zur Vereinfachung des Arbeitsalltags hervorgehoben, komplette Schubladensysteme und maßgefertigte Beleuchtungen geliefert. Komplexe Lichtplanungen werden direkt übernommen.

Die Philosophie bleibt unverändert. Prozesse sollen einfacher werden. Arbeit soll effizienter werden.

Investitionen und Infrastruktur

Die geopolitische Lage bleibt unsicher. Dies ist das vierte Jahr in Folge mit komplexen Marktbedingungen. Strategische Klarheit ist daher unerlässlich.

Für das Jahr 2026 sind Gesamtinvestitionen von rund 70 Millionen Euro geplant. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung des Nagold-Standorts.

Am Standort Wolfsberg wurde ein neues Logistikgebäude in Betrieb genommen. Es bietet mehr als nur Lagerkapazität. Technologische Innovationen wurden integriert und effiziente Prozesse implementiert. Die Logistik wird als letzte Schnittstelle zum Kunden verstanden.

In Zeiten von Lieferkettenunterbrechungen sind flexible Systeme unerlässlich. Liefergeschwindigkeit und Zuverlässigkeit sind entscheidend. Die neue Anlage stärkt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Der weitläufige Komplex umfasst Veranstaltungsflächen, Partnerbereiche, Büros und Restaurants. Er wurde als offener Treffpunkt für Austausch konzipiert. Kunden, Lieferanten und Partner sind zur Zusammenarbeit eingeladen.

Wissen und digitaler Zugang

Die aktualisierte Ausgabe von „The Great Häfele for Furniture Fittings“ erscheint Anfang Juli. Zwei Kataloge wurden zu einem kompakten Nachschlagewerk zusammengefasst. Der Umfang der Printausgabe wurde auf rund 1,000 Seiten reduziert. Dieser Schritt zeugt von verantwortungsvollem Ressourcenmanagement.

Die vollständige Dokumentation wird auch online zur Verfügung gestellt. Ein interaktives Online-Magazin und ein Online-Shop bieten tägliche Updates. Die Informationen sind jederzeit abrufbar.

Beleuchtung gewinnt in der Innenarchitektur immer mehr an Bedeutung. Der erstmals 2025 erscheinende Häfele-Beleuchtungskatalog unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, sich als globale Beleuchtungsmarke zu positionieren. Möbel- und Raumbeleuchtung werden zunehmend integriert.

Urbanisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit prägen das langfristige Denken. Auch der demografische Wandel beeinflusst die Produktentwicklung. Die Gruppe strebt nach gemeinschaftlichen Lösungen statt nach isolierten Antworten.

Als Familienunternehmen ist Nagold fest in der Region verwurzelt und gleichzeitig international vernetzt. Hier entsteht eine Plattform für zukunftsorientierte Zusammenarbeit. Wohn- und Arbeitsräume werden neu gestaltet.

Mit der Strategie 2030 wird die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette werden intensiviert. Auch in unsicheren Zeiten werden Wachstumschancen genutzt.

Quelle: https://hk-magazin.com/

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