Dienstag, September 16, 2025

Die European Pallet Association e.V. (EPAL) hat Details zur Anwendung der EU-Entwaldungsverordnung veröffentlicht (EUDR), was bestätigt, dass Unternehmen, die EPAL Für Paletten entstehen keine zusätzlichen Verpflichtungen oder Kosten. Die Verordnung, die am 30. Dezember 2025 in Kraft tritt, deckt mehrere Rohstoffe und Holzprodukte ab, erweitert ihre Anforderungen jedoch nicht auf Unternehmen, die Waren auf EPAL-Paletten liefern oder empfangen.
Laut EPAL stellt diese Ausnahmeregelung sicher, dass Lieferanten und Empfänger von Waren, die EPAL-Paletten verwenden, ihren Betrieb ohne Unterbrechung fortsetzen können. Logistikprozesse, Lagerung und Palettentausch bleiben von der neuen Regelung unberührt.
Der Anwendungsbereich der EUDR umfasst neue EPAL-Paletten, nicht jedoch beladene und gebrauchte Paletten. Das bedeutet, dass auf EPAL-Paletten transportierte Waren keiner Konformitätsprüfung unterliegen. Unternehmen, die EPAL-Paletten in ihren täglichen Lieferketten verwenden, müssen daher keine Dokumentation zur Bestätigung der Konformität mit der Verordnung vorlegen oder anfordern.
Die Ausnahmeregelung erstreckt sich auch auf den Palettentausch. Leere Paletten – die häufig zur Wiederverwendung, Reparatur oder zum Weiterverkauf transportiert werden – sind von der Regelung nicht betroffen. So bleibt die Effizienz des Palettenkreislaufs in der Logistik gewährleistet.
EPAL-Paletten sind für den mehrjährigen Einsatz konzipiert. Um ihre Lebensdauer zu verlängern, werden sie regelmäßig sortiert und repariert, was den Transport leerer Paletten erfordert. Da die EUDR-Verpflichtungen für diese Prozesse nicht gelten, können Unternehmen weiterhin ohne regulatorische Hürden Paletten transportieren und tauschen.
Diese Flexibilität stärkt die Rolle der EPAL bei der Unterstützung einer kosteneffizienten und nachhaltigen Logistik. Sie unterstreicht zudem die Bedeutung des offenen Palettenpools, der Wiederverwendung und Recycling in großem Maßstab ermöglicht und so Abfall und unnötigen Ressourcenverbrauch reduziert.
Während für die Palettennutzer keine Verpflichtungen bestehen, betonte EPAL, dass die Einhaltung der Vorschriften bereits bei der Herstellung sichergestellt werde. Die Hersteller von EPAL-Paletten sind dafür verantwortlich, die Herkunft des Holzes zu dokumentieren und zu garantieren, dass die Materialien nicht zur Abholzung oder Waldschädigung beitragen.
Dieser Ansatz gibt Unternehmen die Gewissheit, dass die von ihnen in Lieferketten verwendeten Paletten den Nachhaltigkeitszielen der EU entsprechen. Hersteller befolgen bereits strenge Verfahren im Rahmen der Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR), die nun durch die EUDR ersetzt wird. Mit der Umstellung wird die Aufsicht sowohl auf Importe als auch auf in der EU hergestellte Produkte ausgeweitet.
Wiederverwendbare Holzpaletten bleiben ein Eckpfeiler des nachhaltigen Transports. Im Vergleich zu Kunststoffpaletten bieten EPAL-Holzpaletten klare Vorteile hinsichtlich CO₂-Bilanz und Umweltverträglichkeit. Sie verhindern die Verschmutzung durch Mikroplastik, reduzieren Abfall und tragen zur Kohlenstoffspeicherung bei, indem sie das vom Holz aufgenommene CO₂ zurückhalten.
Für Unternehmen aus Industrie und Handel bedeutet der Einsatz von EPAL-Paletten, ihre Logistik nachhaltig auszurichten. Durch die Sicherstellung der EUDR-Konformität bereits in der Produktion stärkt EPAL ihren Ruf als zuverlässiger Partner für umweltfreundliche Lieferkettenlösungen.
Die EUDR zielt auf eine breite Palette von Produkten ab, die mit der weltweiten Abholzung von Wäldern in Verbindung stehen, wie Palmöl, Soja, Kautschuk, Kaffee, Kakao und Rinder. Auch wenn Holz darunter fällt, sind die EPAL-Palettenhersteller gut vorbereitet, da sie bereits seit 2010 im Rahmen der vorherigen EUTR strenge Nachhaltigkeitsprüfungen durchführen.
Diese Kontinuität gewährleistet die Einhaltung der Vorschriften bei der Palettenproduktion und minimiert gleichzeitig die Störungen für Unternehmen. Indem die neue Verordnung sowohl EU-Importe als auch in der EU produzierte Waren abdeckt, soll sie Kontrolllücken schließen und Europas Führungsrolle im globalen Waldschutz stärken.
Die 1991 gegründete European Pallet Association e.V. ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die den offenen EPAL-Palettenpool verwaltet. Mit über 1,700 Lizenznehmern überwacht EPAL die Produktion und Reparatur von Paletten weltweit. Heute sind mehr als 675 Millionen EPAL-Europaletten und 20 Millionen Boxpaletten im Umlauf.
Der offene Palettenpool ist seit über sechzig Jahren ein Modell der Kreislaufwirtschaft und fördert Wiederverwendung, Reparatur und Recycling. Dieses nachhaltige System reduziert nicht nur Emissionen, sondern unterstützt auch das reibungslose Funktionieren globaler Lieferketten in Handel, Logistik und Industrie.
Die Ankündigung der EPAL gibt Unternehmen in ganz Europa die Gewissheit, dass die Einhaltung der EUDR keine zusätzlichen Belastungen für Palettennutzer mit sich bringt. Durch die Konformitätsüberwachung bereits in der Produktionsphase ermöglicht EPAL Logistikunternehmen und Lieferanten, sich auf effiziente Abläufe zu konzentrieren und gleichzeitig weiterhin von einem der nachhaltigsten Palettensysteme der Welt zu profitieren. Der offene EPAL-Pool bleibt ein zuverlässiger Partner für Industrie und Handel und stellt sicher, dass Umweltziele und Logistikanforderungen Hand in Hand gehen.
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Stichworte: epal, EPAL-Paletten, Einhaltung der EUDR, Palettentausch, Palettenlogistik, nachhaltige Verkehrs
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