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EcoDataCenter und ByggPartner bringen mit Stora Enso Sylva™ ein wegweisendes Rechenzentrum aus Massivholz auf den Markt.

 Mittwoch, Februar 18, 2026

In Schweden haben EcoDataCenter und ByggPartner gemeinsam das weltweit erste Rechenzentrum mit Holz aus HolzDiese einzigartige Konstruktion, die mit einem Sylva™-Bausatz von Stora Enso errichtet wurde, beweist, dass Massivholz auch höchsten technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an digitale Infrastrukturen gerecht werden kann.

Daten sind heute das Herzstück des modernen Lebens. Vom Streaming von Filmen bis hin zur künstlichen Intelligenz – unser Alltag basiert auf einer unsichtbaren Infrastruktur aus Rechenzentren. Diese Einrichtungen stehen jedoch vor einer klaren Herausforderung: Sie verbrauchen enorme Mengen an Energie und werden traditionell aus CO₂-intensiven, nicht erneuerbaren Materialien gebaut. Die nächste Generation von Infrastruktur muss daher sowohl nachhaltig als auch klimaresistent sein.

In Schweden verfolgt ein wegweisendes Projekt einen anderen Ansatz. In Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer und Massivholzspezialisten ByggPartner will das EcoDataCenter eines der nachhaltigsten Rechenzentren der Welt werden und ist das erste, das ein Rechenzentrum aus Holz baut. Durch die Verwendung von Massivholz der Firma Stora Enso hat das Unternehmen einen skalierbaren Entwurf für eine neue Art nachhaltiger Infrastruktur geschaffen – eine Infrastruktur, die das Potenzial hat, das digitale Zeitalter neu zu definieren.

Rechenzentren: Motoren der modernen Welt

Rechenzentren beherbergen die Server, die alles von Gesundheitswesen und Finanzen bis hin zu Unterhaltung und E-Commerce am Laufen halten, und die Nachfrage nach ihnen wächst rasant. Laut der Internationalen Energieagentur hat sich der weltweite Internetverkehr seit 2010 verfünfundzwanzigfacht, und der Aufstieg der künstlichen Intelligenz wird dieses Wachstum noch beschleunigen.

Traditionell werden Rechenzentren aus Stahl und Beton gebaut. Diese Materialien gelten als robust und sicher und eignen sich daher gut für kritische Infrastrukturprojekte. Allerdings weisen sie auch eine hohe CO₂-Bilanz auf. Obwohl Rechenzentren zu Recht als betrieblich CO₂-intensiv gelten, muss ein nachhaltiger Ansatz den gesamten Lebenszyklus jedes Zentrums berücksichtigen und auch die mit Material und Bau verbundenen CO₂-Emissionen einbeziehen.

Die schwedische Stadt Falun, bekannt für ihre historischen Kupferminen, ist Schauplatz eines ambitionierten Experiments geworden, das neue Wege beschreitet. EcoDataCenter wurde 2014 gegründet und eröffnete 2019 das EcoDataCenter 1: das weltweit erste großflächige Rechenzentrum, das aus Brettsperrholz (CLT) errichtet und vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben wird.

„In Schweden hat das Bauen mit Brettsperrholz (CLT) eine lange Tradition“, erklärt John Wernvik, Leiter der Abteilung für Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit bei EcoDataCenter. „Wir wussten, dass wir auf dieses Erbe und ein starkes Netzwerk lokaler Lieferanten zurückgreifen konnten. Durch die Verwendung von Holz anstelle von Stahl konnten wir zudem den CO₂-Fußabdruck deutlich reduzieren“, so Wernvik abschließend.

Massivholz: sicher durch Konstruktion, nachhaltig durch Natur

Massivholz, insbesondere Brettsperrholz (CLT), hat sich als ernstzunehmende Alternative zu nicht erneuerbaren Rohstoffen für Großbauten etabliert. Es überzeugt durch seine Materialeigenschaften: Es ist robust, langlebig und gleichzeitig deutlich leichter, was insbesondere bei komplexen Baustellen von Vorteil ist. CLT-Projekte profitieren von einem hohen Anteil an Vorfertigung, wodurch sie wesentlich schneller realisiert werden können als Projekte mit traditionellen Bauweisen. Auch die gesundheitlichen Vorteile von Holzbauten für die Beschäftigten sind gut dokumentiert.

Am wichtigsten sind jedoch die erheblichen Vorteile hinsichtlich des Klimaschutzes. Laut Weltwirtschaftsforum ist die Zementproduktion für rund 8 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich, die Stahlproduktion für rund 7 %. Der Ersatz dieser Produkte durch Holzwerkstoffe reduziert den im Material gebundenen Kohlenstoff und damit den gesamten CO₂-Fußabdruck des Gebäudes drastisch. Darüber hinaus bindet Holz während seines Wachstums Kohlenstoff, sodass das Gebäude während seines gesamten Lebenszyklus CO₂ im Inneren speichert.

Gerade für Rechenzentren bietet vorgefertigtes Holz einzigartige Vorteile. Die Struktur lässt sich leichter an Kühlsysteme und zukünftige Mieterbedürfnisse anpassen. „Flexibilität ist ein enormer Vorteil“, sagt Wernvik. „Wenn wir neue Rohre oder Kabel verlegen müssen, können wir das Holz einfach durchtrennen. Und wenn wir berücksichtigen, dass Holz Kohlenstoff speichert, können unsere Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg klimaneutral sein. Das ist wirklich beeindruckend.“ Wernvik fügte hinzu:

EcoDataCenters Weg zur Nachhaltigkeit

„Die Vision von EcoDataCenter war schon immer, die nachhaltigsten Rechenzentren zu bauen“, erklärt Wernvik. „Das war von Anfang an die Idee, und deshalb haben wir diesen Namen gewählt. Im Laufe der Zeit haben wir immer mehr Holz verwendet. Heute bestehen fast 95 % der Tragkonstruktion aus Brettsperrholz (CLT)“, so Wernvik abschließend.

Als weltweit erstes Unternehmen, das Massivholz für einen so kritischen Gebäudetyp einsetzte, standen wir vor Herausforderungen. Es brauchte Zeit, internationale Kunden, die an traditionelle Baumaterialien gewöhnt waren, zu überzeugen. „Die größte Herausforderung war, die Kunden ins Boot zu holen“, erinnert sich Wernvik. „In unserer Branche gibt es viele internationale Standards, die eingehalten werden müssen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit. Daher war der Brandschutz zunächst ein wichtiges Anliegen. Es dauerte eine Weile, die Wirksamkeit des Brandschutzes zu demonstrieren, aber die Branche hat sich gewandelt: Jetzt kündigen auch Microsoft und Meta Rechenzentren aus Massivholz an. Die Akzeptanz hat sich deutlich erhöht.“

Die Brandschutzlösungen wurden im Laufe des Projekts optimiert. Das von Stora Enso verwendete Brettsperrholz (CLT) ist nun nach SK3 einbruchhemmend zugelassen und erfüllt somit strenge Sicherheitsanforderungen. Alexey Vorobyev, Technischer Vertriebsleiter bei Stora Enso, hebt die Innovationskraft von EcoDataCenter hervor: „Sie haben beim Thema Brandschutz in Massivholzkonstruktionen sehr vorausschauend gedacht. Jedes neue Gebäude hat dem Team die Möglichkeit gegeben, diese Lösungen weiter zu verbessern.“

Seit 2017 arbeitet EcoDataCenter eng mit ByggPartner, Limträteknik und Stora Enso zusammen und entwickelt den Standort Falun schrittweise. Der iterative Prozess, mehrere Rechenzentrumsmodule an einem Standort zu errichten, kombiniert mit dem im Bau befindlichen EcoDataCenter 2 im nahegelegenen Borlänge, hat dem Team geholfen, Innovationen voranzutreiben und neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit zu setzen. „Wir sind ein eng verbundenes Team“, sagt Wernvik. „Jedes neue Gebäude ist zu etwa 80 % gleich und zu 20 % optimiert. Jedes Projekt bietet die Möglichkeit zur Verbesserung.“ Der Bau basierte auf Just-in-Time-Lieferung und sorgfältiger Planung zur optimalen Nutzung des begrenzten Speicherplatzes – ein weiteres Beispiel für die präzise Planung, die diesen Projekten zugrunde liegt.

Neben der Zusammenarbeit mit regionalen Experten und der Verwendung lokaler Baumaterialien, wo immer möglich, ist das Geschäftsmodell von EcoDataCentre auch auf die Unterstützung der lokalen Gemeinschaft ausgerichtet. Gemäß dem Kreislaufprinzip wird Abfall zu einer Ressource. Die Abwärme der Rechenzentren wird aufgefangen und in das lokale Energienetz eingespeist. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger wurde zudem das städtische Stromnetz gestärkt und so das weitere Wachstum der Stadt unterstützt.

Skalierung, Blick nach vorn

EcoDataCenter ist nicht das einzige Unternehmen, das die Bauweise von Rechenzentren überdenkt. 2024 kündigte Microsoft an, seine ersten Rechenzentren mit Hybrid-Massivholzkonstruktionen zu errichten. Solche Schritte signalisieren einen umfassenderen Branchenwandel: die Erkenntnis, dass die Dekarbonisierung der Dateninfrastruktur die Reduzierung sowohl des betrieblichen als auch des im Material gebundenen CO₂ erfordert.

EcoDataCenter geht davon aus, dass die Integration von Rechenzentren in lokale Gemeinschaften in Zukunft weiter zunehmen wird. „Ein Großteil der zukünftigen Entwicklung wird sich um Rechenzentren als Teil der lokalen Gesellschaft drehen“, so Wernvik. „Insbesondere aus energetischer Sicht – Abwärme, Energieerzeugung, Kreislaufsysteme. Hier werden die spannendsten Entwicklungen stattfinden.“

Das EcoDataCenter selbst expandiert. Ein großer neuer Standort ist im nahegelegenen Borlänge geplant, und der Standort Falun wächst um zwei neue Rechenzentren. Die Lehren aus dem EcoDataCenter sind eindeutig: Massivholzbau funktioniert auch im großen Maßstab, Zusammenarbeit fördert Innovation, und nachhaltige Rechenzentren können Gesellschaften nicht nur vernetzen, sondern auch zu ihrem Wohlstand verhelfen.

Die Wolke, gebaut aus Holz

Mit zunehmendem Klimawandel muss sich das Design von Rechenzentren nicht nur hinsichtlich des CO₂-Fußabdrucks, sondern auch der Resilienz weiterentwickeln. Die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Massivholz eröffnen neue Möglichkeiten für lokal integrierte Konzepte, die auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren.

Das weltweit erste Rechenzentrum in Massivholzbauweise in Falun hat bewiesen, dass digitale Infrastruktur sowohl hochmodern als auch klimafreundlich und in die lokale Gemeinschaft integriert sein kann. EcoDataCenter und seine Partner haben gezeigt, wie Massivholz den CO₂-Fußabdruck reduziert, die Bauzeit verkürzt und innovative sowie widerstandsfähige Konstruktionen ermöglicht. Angesichts des rasant steigenden Bedarfs an Rechenleistung stellt sich nicht mehr die Frage, ob Holzwerkstoffe für Rechenzentren verwendet werden können, sondern wann sie zum Standard werden.

Weitere Neuigkeiten lesen Sie unter: Massivholz, Nachhaltigkeit, Holzindustrie, Holzbearbeitung, Holzenergie, CLT

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