Mittwoch, Januar 28, 2026

Koskisen Wir fördern unsere Nachhaltigkeitsbemühungen durch die Einführung von DesignEPD, einem fortschrittlichen Ansatz für Umweltproduktdeklarationen (EPDs). Im Gegensatz zu herkömmlichen EPDs, die sich auf die Transparenz nach der Produktion konzentrieren, integriert DesignEPD Umweltverträglichkeitsprüfungen direkt in die Designphase und ermöglicht unseren Kunden so, von Anfang an nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.
Was ist DesignEPD?
DesignEPD baut auf den Umweltproduktdeklarationen (EPDs) auf, die standardisierte Daten zum ökologischen Fußabdruck eines Produkts liefern. Während EPDs für Transparenz und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften unerlässlich sind, verfolgt DesignEPD einen proaktiven Ansatz und ermöglicht es Kunden, die Nachhaltigkeit bereits vor Produktionsbeginn zu bewerten und zu optimieren. Dies unterstützt fundiertere Entscheidungen, trägt zur Erreichung der EU-Klimaziele bei und hilft, den CO₂-Fußabdruck deutlich zu reduzieren.
DesignEPD integriert Nachhaltigkeitsbewertungen frühzeitig in die Produktentwicklung und ermöglicht einen transparenten Vergleich von Materialien und Produkten anhand von Umweltkennzahlen. DesignEPDs beinhalten Analysen zur CO₂-Abscheidung, insbesondere bei Holzwerkstoffen, sowie Umweltverträglichkeitsanalysen am Ende des Produktlebenszyklus, einschließlich thermischer Rückgewinnung und Recyclingfähigkeit, und unterstützen damit die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.
„Der größte Unterschied zwischen EPDs und DesignEPDs liegt in ihren Gültigkeitszeiträumen. EPDs müssen alle fünf Jahre aktualisiert werden, während DesignEPDs einen deutlich kürzeren Zyklus haben.“ – sagt Koskisen RDI-Managerin Riitta Ahokas.
„DesignEPD ist mehr als nur ein Werkzeug, es steht für einen Mentalitätswandel: Die Integration von Nachhaltigkeit in das Design hilft Unternehmen, ihre Produkte zukunftssicher zu machen, sich ändernden Vorschriften gerecht zu werden und zu einer nachhaltigeren gebauten Umwelt beizutragen.“
„Dies ist auch ein Werkzeug für die Produktentwicklung und etwas, das unsere Kunden für ihre eigene Entwicklung benötigen.“ – Ahokas schloss.
Transparenz bei holzbasierten Baustoffen
Koskisen gilt als Vorreiter in Sachen Umwelttransparenz und veröffentlichte 2020 zertifizierte Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für seine Sperrholz- und Spanplattenprodukte. „Die ersten CO₂-Fußabdruckberechnungen wurden bei Koskisen bereits 2011 durchgeführt“, erinnert Ahokas. Diese Dokumente liefern detaillierte Einblicke in die Umweltauswirkungen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg: von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung bis hin zur Kohlenstoffbindung. „Holzprodukte fungieren als Kohlenstoffsenke, da der Kohlenstoff über die gesamte Lebensdauer des Produkts im Holz gespeichert bleibt und somit effektiv als Kohlenstoffspeicher für das Gebäude oder Bauwerk dient“, erklärt Ahokas weiter.
Die Umweltproduktdeklarationen (EPDs) gewährleisten die unabhängige Überprüfung und Vergleichbarkeit von Produkten. Sie unterstützen fundierte Entscheidungen für Planer, Entwickler und Bauunternehmen, indem sie Daten zu Klimaauswirkungen, Ressourcenverbrauch und anderen Umweltindikatoren bereitstellen.
Das Treibhauspotenzial jedes Produkts wird für die Produktionsphase berechnet, einschließlich der Werte für die Kohlenstoffbindung. Holz sticht dabei besonders hervor. Baugewerbe Materialien für ihre doppelte Rolle bei der Reduzierung von Emissionen und der Speicherung von Kohlenstoff.
Regulatorische Dynamik: CPR und die Zukunft der EPDs
Die EU-Bauprodukteverordnung (CPR) spielt eine zentrale Rolle bei der Harmonisierung von Sicherheits-, Leistungs- und Umweltstandards im gesamten Bausektor. Nach ihrer Überarbeitung im Jahr 2024 legt die CPR größeren Wert auf Umwelttransparenz, wodurch Umweltproduktdeklarationen (EPDs) wichtiger denn je sind.
Zu den wichtigsten Änderungen gehören die Einführung digitaler Produktpässe (DPPs), die technische und Umweltdaten in einem einzigen digitalen Datensatz zusammenführen, sowie die verpflichtende Umweltberichterstattung für prioritäre Bauprodukte, einschließlich CO₂-Emissionen und Energieverbrauch. Darüber hinaus soll das CE-Kennzeichnungssystem weiterentwickelt werden, um sowohl die technische Leistungsfähigkeit als auch die Umweltauswirkungen abzubilden.
Diese Änderungen bringen die Bauprodukteverordnung (CPR) mit der umfassenderen EU-Nachhaltigkeitsgesetzgebung in Einklang. Umweltproduktdeklarationen (EPDs) sind nun unverzichtbare Instrumente zur Erreichung der Klimaziele und zur Förderung nachhaltiger Baupraktiken.
Für Hersteller bedeutet dies, ihre Leistungserklärungen (Declarations of Performance, DoP) zu aktualisieren und sicherzustellen, dass ihre Umweltproduktdeklarationen (EPDs) korrekt und zugänglich sind. Angesichts der bevorstehenden Fristen zur Einhaltung der Vorschriften in den Jahren 2026 und 2028 müssen Unternehmen ihre internen Datensysteme und -prozesse an die neuen CPR-Standards anpassen. EPDs sind nicht länger optional, sondern werden zur Voraussetzung für den Marktzugang und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen.
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