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ITTO und Privatsektor arbeiten zusammen, um waldbasierte Lösungen für eine Kreislaufbioökonomie in Tokio zu erforschen

 Freitag, Oktober 10, 2025

ITTO-Sheam Satkuru

In einer gemeinsamen Anstrengung zur Förderung der zirkulären Bioökonomie hat die Internationale Tropenholzorganisation (ITTO) veranstaltete in Tokio eine bemerkenswerte Veranstaltung mit Vertretern des Privatsektors. 25 Teilnehmer kamen zusammen, um Experten, Unternehmen und Finanzinstitute zu diskutieren, wie Wälder und nachhaltiges Holz eine entscheidende Rolle bei der Schaffung einer Kreislauf-Bioökonomie spielen können. Diese Initiative, die über biobasierte Industrien hinausgeht, unterstreicht das transformative Potenzial technologischer Innovationen und den gemeinsamen Nutzen für verschiedene Sektoren.

Das Konzept der zirkulären Bioökonomie basiert auf der branchenübergreifenden Nutzung erneuerbarer biologischer Ressourcen – wie nachhaltig gewonnenem Holz –, um kohlenstoffintensive Materialien zu ersetzen und so die Umweltbelastung deutlich zu reduzieren. Wälder als eine der wichtigsten Ressourcenquellen sind ein zentraler Bestandteil der Strategie. Die Verwirklichung einer zirkulären Bioökonomie erfordert jedoch eine starke Governance, wirksame politische Rahmenbedingungen und Investitionen in nachhaltige Holzwertschöpfungsketten. Diese Bereiche möchte die ITTO durch ihre Kooperationspartnerschaften angehen.


Wälder und zirkuläre Bioökonomie: Eine nachhaltige Zukunft

Wälder sind nicht nur eine Holzquelle; sie tragen auch wesentlich zur Lösung einiger der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit bei. Durch die Nutzung nachhaltig gewonnenen Holzes können Industrien ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und kohlenstoffreichen Materialien wie Stahl und Beton reduzieren. Die Nutzung nachhaltig gewonnenen Holzes kann einen deutlichen Wandel hin zu umweltfreundlicheren Bau- und Produktionsverfahren bewirken.

Um jedoch das volle Potenzial der Wälder in der Kreislauf-Bioökonomiebedarf es einer stärkeren Zusammenarbeit und innovativer Strategien. Die Rolle der ITTO bei diesem Wandel ist entscheidend. Sie nutzt ihr Netzwerk tropischer Holz produzierender Länder, um die Entwicklung nachhaltiger Holzwertschöpfungsketten zu gewährleisten, die zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen. Bei der Veranstaltung in Tokio hob der Exekutivdirektor der ITTO, Sheam Satkuru, die langjährigen Bemühungen der Organisation hervor, Projekte in tropischen Holz produzierenden Ländern umzusetzen, und betonte die vertrauensvollen Beziehungen, die sie zu Regierungen, lokalen Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Gruppen aufgebaut hat.


Die Rolle der Sumitomo Mitsui Trust Bank bei Waldinvestitionen

Einer der wichtigsten Höhepunkte der Veranstaltung war die Präsentation von Shin Furuno, Leiter der Abteilung für nachhaltiges Wirtschaften bei der Sumitomo Mitsui Trust Bank (SMTB). Furuno skizzierte die strategischen Forstinvestitionsinitiativen der Bank und betonte, wie Forstwirtschaft als innovative Anlageklasse dienen kann, die nicht nur die Nachhaltigkeit fördert, sondern auch zum Wirtschaftswachstum beiträgt.

Furuno betonte, dass Wälder als nicht-traditionelles Anlageinstrument einen einzigartigen Wertbeitrag bieten, der eine relativ geringe Korrelation zu konventionellen Finanzprodukten aufweist. Diese Eigenschaft macht Waldinvestitionen zu einer attraktiven Option für Finanzinstitute und Investoren, die sich gegen Inflation absichern und gleichzeitig stabile, langfristige Einkommensströme sichern möchten. Darüber hinaus können Forstinvestitionen Emissionszertifikate generieren und so finanzielle Erträge mit ökologischen Vorteilen in Einklang bringen – ein entscheidender Aspekt für modernes Impact Investing.

Trotz des vielversprechenden Potenzials räumte Furuno mehrere Herausforderungen ein, darunter die Bewertung des Risiko-Rendite-Verhältnisses, die Bewältigung der Unsicherheiten der Schwellenländer und die Bewältigung der Komplexität der Menschenrechts- und Umweltverträglichkeitsprüfung. Ausgehend von den Erfahrungen von SMTB betonte er die Bedeutung der Diversifizierung durch die Verwendung mehrerer Baumarten sowie die Notwendigkeit solider organisatorischer Bewertungen und Risikomanagementstrategien.


Förderung nachhaltiger Investitionen: Ein Weg nach vorn

Furunos Erkenntnisse unterstrichen das Potenzial von Waldinvestitionen, nicht nur rentable Vermögenswerte, sondern auch wichtige Instrumente zur Erzielung naturfreundlicher Ergebnisse zu sein. Die Investitionen in nachhaltige Forstwirtschaft werden voraussichtlich zunehmen, getrieben durch das zunehmende Interesse an Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG) sowie die steigende Nachfrage nach naturbasierten Lösungen.

Die Zukunftsvision der SMTB umfasst die Ausweitung von Waldinvestitionsmöglichkeiten durch den Aufbau von Partnerschaften und die Entwicklung innovativer Finanzierungsmodelle, die Rentabilität und Nachhaltigkeit vereinen. Ziel der Bank ist ein ausgewogener Ansatz, von dem Finanzinstitute, Gemeinden und die Umwelt profitieren und der den Fortschritt hin zu einer Kreislaufbioökonomie vorantreibt.


ITTO lädt zum Engagement des Privatsektors ein

Zum Abschluss der Sitzung bekräftigte Sheam Satkuru die offene Einladung der ITTO an den privaten Sektor, sich an den Projekten und Initiativen der Organisation zu beteiligen. Mit ihrem ausgedehnten Netzwerk und ihrer etablierten Glaubwürdigkeit bietet die ITTO privaten Unternehmen die Möglichkeit, weltweit in die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für tropische Wälder zu investieren und mitzuarbeiten. Diese Zusammenarbeit kann nicht nur zum Geschäftswachstum beitragen, sondern auch zur Erreichung umfassenderer Nachhaltigkeitsziele.

Satkurus Botschaft unterstrich die Bedeutung des Engagements des Privatsektors für die Zukunft waldbasierter Lösungen und der Kreislaufbioökonomie. Durch die Zusammenarbeit können ITTO und Privatsektor den Übergang zu nachhaltigen Praktiken beschleunigen, die sowohl der Umwelt als auch der Weltwirtschaft zugutekommen.

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Quelle: ITTO

Bild mit freundlicher Genehmigung: © Paula Sarigumba/ITTO

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