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Krazer Fensterbau und ADLER stellen ein vollautomatisches Spritzbeschichtungssystem für die hochwertige Fensterherstellung vor

 Donnerstag, März 26, 2026

Krazer Fensterbau und ADLER stellen ein vollautomatisches Spritzbeschichtungssystem für die hochwertige Fensterherstellung vor

Krazer Fensterbau hat in Zusammenarbeit mit ADLER Lacke einen wegweisenden Schritt in der automatisierten Oberflächenveredelung erreicht. Das süddeutsche Familienunternehmen hat in seiner neu errichteten Produktionsstätte eine vollautomatische Spritzlackieranlage eingeführt. Diese Innovation ermöglicht die Beschichtung von Fenstern, Haustüren und Fassadenelementen vom Grundieren bis zum Decklack mithilfe von Robotertechnik. Der Prozess wird mit höchster Präzision ausgeführt. Die Qualitätsstandards wurden deutlich angehoben.

Krazer Fensterbau mit Sitz in Mutlangen ist für seine handwerkliche Qualität bekannt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf hochwertige Fenster, Türen und Glasfassaden. Die Projekte reichen von modernen Wohnbauprojekten bis hin zur denkmalgeschützten Restaurierung. Krazer Fensterbau hat sich über die Jahre einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Traditionelles Können ist nach wie vor zentraler Bestandteil der Unternehmensidentität.

Das Unternehmen befindet sich derzeit im Generationswechsel. Der leitende Geschäftsführer Siegfried Krazer wird von seinen Kindern unterstützt. Jasmin Krazer ist ausgebildete Glasermeisterin. Michael Krazer hat seine Meisterausbildung in Rosenheim abgeschlossen. Dieser Wechsel hat neue Perspektiven eröffnet. Der Wandel wird mit großem Ehrgeiz angenommen.

Michael Krazer hat maßgeblich zur Innovationsförderung beigetragen. Sein Ansatz ging weit über schrittweise Verbesserungen hinaus. Es wurde ein transformatives Projekt umgesetzt, das einen Bruch mit den herkömmlichen Praktiken der Branche darstellt.

Die Verlagerung der Produktion in ein neues Industriegebäude schuf die Grundlage für Veränderungen. Der bisherige Standort im Zentrum von Mutlangen bot zu wenig Platz. Die Produktionsprozesse wurden umfassend überprüft. Die Oberflächenbearbeitung wurde als wichtiger Optimierungsbereich identifiziert.

Bisher wurden Beschichtungsprozesse nach traditionellen Methoden durchgeführt. Fenster wurden manuell getaucht. Zwischen- und Decklacke wurden in einer Spritzkabine aufgetragen. Dieses Verfahren erforderte wiederholte Arbeitsschritte und war zeit- und ressourcenintensiv. Zudem war die Fehleranfälligkeit höher.

Es wurde nach einer effizienteren Lösung gesucht. Unterstützung kam durch die technische Expertise von ADLER. Ein neu entwickeltes Beschichtungskonzept wurde eingeführt. Es ermöglicht das Aufbringen aller drei Beschichtungsschichten mittels eines Sprühroboters.

Kernstück des Systems ist die Sprühgrundierung Aquawood Primo RSQ. Diese Innovation ermöglicht einen vollautomatisierten Prozess. Manuelles Eintauchen entfällt. Die Produktionseffizienz wurde gesteigert.

„Holzfenster werden üblicherweise im Tauch- oder Flutverfahren grundiert und anschließend mit Zwischen- und Decklack besprüht. Für Hersteller bedeutet dies in der Regel entweder die Investition in eine komplette industrielle Beschichtungsanlage oder das manuelle Auftragen der Beschichtung“, erklärt Matthias Stötzel. „Mit unserer neuen Sprühgrundierung kann der gesamte Beschichtungsprozess von einem Sprühroboter übernommen werden. Dies ermöglicht einen hohen Automatisierungsgrad bei planbarem Investitions- und Platzbedarf.“

Die Vorteile sind erheblich. Die Zykluszeiten wurden verkürzt. Der Materialeinsatz wurde optimiert. Der Reinigungsaufwand ist minimal. Die Arbeitsbedingungen haben sich verbessert. Die Oberflächenqualität wurde gesteigert.

Die Automatisierung gewährleistet gleichbleibende Qualität. Beschichtungsfehler werden weitgehend beseitigt. Läufer, Trübungen und Staubspuren werden vermieden. Das Ergebnis ist eine erstklassige Oberflächenveredelung.

Das Konzept entstand in enger Zusammenarbeit. ADLER-Spezialisten arbeiteten Hand in Hand mit Krazers Team. Die Prozesse wurden sorgfältig koordiniert. Das System wurde bis ins Detail optimiert.

„Einerseits war aufgrund des Energiekonzepts unserer neuen Halle und der Wärmepumpenheizung ein manuelles Streichen mit Abluft ausgeschlossen. Andererseits suchten wir auch nach Möglichkeiten, die Arbeit durch Automatisierung zu vereinfachen“, erklärte Michael Krazer.

Es wurde ein vollständig integrierter Arbeitsablauf geschaffen. Die Bauteile durchlaufen den Spritzroboter mehrfach. Trocknung und Zwischenschliff erfolgen im hängenden Zustand. Die Handhabungsschritte wurden deutlich reduziert.

„Unser Anwendungstechnik-Team und unser Außendiensttechniker Thomas Tuschy haben hervorragende Arbeit geleistet“, lobte Matthias Stötzel. „Unser neues Beschichtungskonzept vereint nicht nur hohe Produktqualität, sondern auch umfangreiches Forschungs- und Prozesswissen im Bereich der System- und Verarbeitungstechnologie.“

Das System eignet sich für ein breites Anwendungsspektrum. Es ist für Holz und Holz-Aluminium-Elemente geeignet. Sowohl opake als auch transluzente Beschichtungen können aufgebracht werden. Alle Holzarten und -farben sind möglich.

Die betrieblichen Verbesserungen sind deutlich erkennbar. Der Materialverbrauch wurde reduziert. Die Planung ist präziser geworden. In der gesamten Produktion wurden Effizienzsteigerungen erzielt.

„Früher mussten wir allein in das Tauchbecken 60 Liter Material füllen – jetzt arbeiten wir mit 4-Liter-Behältern, können unseren Bedarf effizient planen und haben immer frisches Material. Ein Farbwechsel dauert nur wenige Minuten, und der Reinigungsaufwand, der Materialverlust und der Spülwasserverbrauch sind minimal. Selbst große und schwere Teile lassen sich problemlos beschichten, die Werkstatt bleibt sauber, und dank des Umluftsystems des Sprühroboters entsteht praktisch kein Wärmeverlust.“

Der Prozess ist weitgehend automatisiert. Manuelle Eingriffe sind minimal. Die täglichen Abläufe wurden vereinfacht.

„Der Roboter ist einfach zu bedienen und arbeitet völlig selbstständig. Der Beschichtungsprozess läuft weitgehend automatisch ab, und wir haben mehr Zeit für andere Aufgaben.“

Michael Krazer bezeichnete den Übergang als strategischen Erfolg. „Wir profitieren nun von allen Vorteilen eines hohen Automatisierungsgrades, angepasst an die spezifischen Anforderungen eines traditionellen Handwerksbetriebs. Dies ist eine hervorragende Investition in eine erfolgreiche Zukunft für unser Unternehmen!“

ADLER Lacke ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Lackinnovationen. Mit rund 730 Mitarbeitern ist es Österreichs größter Hersteller von Farben und Holzlacken. Gegründet 1934 von Johann Berghofer, befindet es sich bis heute in Familienbesitz und wird aktuell von Andrea Berghofer geleitet.

Die Produktion konzentriert sich auf den Standort Schwaz. Jährlich werden über 20,000 Tonnen Beschichtungen hergestellt. Die Produkte werden europaweit und darüber hinaus vertrieben. Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt. Es werden Anstrengungen unternommen, die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die Entwicklung kreislauffähiger Produkte hat Priorität.

Diese Zusammenarbeit unterstreicht einen branchenweiten Trend: Auch kleinere Hersteller setzen zunehmend auf Automatisierung. Effizienz und Nachhaltigkeit gewinnen an Bedeutung. Traditionelle Handwerkskunst verbindet sich mit fortschrittlicher Technologie.

Das Projekt zeigt, was möglich ist. Innovationen lassen sich auch auf kleinere Betriebe übertragen. Die Zukunft der Fertigung wird neu gestaltet.

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